| Mondholz |
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Der Einfluss des Mondes auf die Holzqualität gehört in vielen Ländern zum Volks(aber)glauben.Dr. Ernst Zürcher von der Holzfachschule Biel untersucht in einem breitangelegten Forschungsprojekt, welche Auswirkungen der Mondstand auf die Eigenschaften des Holzes wirklich hat. In alten Mondkalendern heißt es zum Beispiel: Wer vor Neumond erntet, erhält hartes und gut haltbares Holz. Was vor Jahrhunderten galt, steht auch in manch modernem Forstkalender. Holzwissenschaftler Ernst Zürcher soll helfen zu klären, was tatsächlich hinter diesen Regeln steckt. Für Zürcher ist das Mondphänomen erklärbar - auch wenn viele Fachleute skeptisch sind. Auf der Holzingenieurschule in Biel sucht der Forscher nach den physikalischen Erklärungen und konnte bereits bei Fichten statistisch belegen, dass die alten Kulturen Recht hatten. Für die Erforschung des Mondholzes müssen die Hölzer zuerst getrocknet werden, da sich der Einfluss des Mondes erst nach der Trocknung im Gewicht zeigt. Erst wurden 2000 Fichten-Proben aus dem Kanton Zürich untersucht, nun sollen Schwarzföhren aus dem Kanton Bern das Ergebnis bestätigen. Neumondholz ist eindeutig schwerer als Vollmondholz. Im Härtetest von Fichtenholz, das im Winter geschlagen wurde, fanden die Holzforscher außerdem Unterschiede in der Holzhärte respektive Festigkeit. Holz, kurz vor Vollmond geschlagen, ist weniger hart als Holz, das vor Neumond gefällt wurde. Die Härte variiert deutlich mit dem Rhythmus der Mondphasen. "Das Neumondholz ist effektiv druckfester als das Vollmondholz, in Winterperioden um mehr als zehn Prozent. Vermutlich wegen des höheren Gehaltes an gebundenem Wasser in der Zellwand. Das Holz ist dichter, also druckfester, im Gegensatz zu Vollmondholz, das weniger gebundenes Wasser enthält," so Zürcher. Die Anziehungskräfte des Mondes schließt Zürcher aus, da sie zu schwach seien. Er sucht die Erklärung im Wasserhaushalt der Holzzellen. Zürchers These besteht darin, dass der Mond bei Neumond die Erde vor elektrischen Teilchen der Sonne schützt. Der Solarwind wirkt täglich auf das geomagnetische Feld der Erde. Je nach Stärke des Magnetfeldes variiert die Wasserbindung im Holz. Für Vollmondholz hat Zürcher eine andere Theorie, die er in einer alten Tradition fand. Es gibt viele Aussagen, denen zufolge weiße Kleider im Mondlicht gebleicht werden. Was bei Vollmond für die Fasern in der Wäsche gilt, könnte auch für die Zellen der Bäume stimmen. Der Vollmond reflektiert polarisiertes Sonnenlicht auf die Erde. Dieses Licht, so glaubt Zürcher, könnten die Eigenschaften des Vollmondholzes beeinflussen. Bis jetzt hat Zürcher das Mondphänomen punktuell untersucht. Nun plant er einen Großversuch, um die letzten Zweifel auszuräumen. Der Vollständigkeit halber seien an dieser Stelle aber auch kritische Untersuchungen angemerkt -welche vor ca. 250 Jahren begannen-, die genau das Gegenteil besagen und immer zu vergleichbaren Ergebnissen kamen:
Wiki - Mondholz Berner Fachhochschule Architektur, Holz und Bau
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Der Einfluss des Mondes auf die Holzqualität gehört in vielen Ländern zum Volks(aber)glauben.















