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Die Wunden Jesu Drucken E-Mail
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BildZirka 350 Menschen sind seit dem 13. Jahrhundert bekannt geworden, die die Wundmale Jesus Christus trugen. Aktuell kennt man weltweit etwa 25 Stigmatisierte.

Zurzeit gibt es zirka 25 von der katholischen Kirche registrierte Stigmatisierte.
Einer der bekanntesten unter ihnen ist Kaplan Zlatko Sudac, den manche Gläubige schon als neuen Pater Pio ansehen. Pater Pio (†1968) wies Wundmale an der Brust, Ober- und Unterseite der Hände, sowie auch an den Füßen auf. Diese Tatsache ließ Unmengen von Gläubigen zu ihm strömen, die ihn schon teilweise für einen zweiten Christus hielten.

Kaplan Sudac's Stigmata wurden durch eine italienische Klinik insofern bestätigt, als dass mechanische Verletzungen oder krankhafte Gewebeveränderungen als Ursache ausgeschlossen werden konnten. Dennoch steht eine universitäre Untersuchung noch aus, denn dieser Bitte seines Erzbischofs leistete er noch nicht folge.

In Deutschland ist der Bayer Johannes Hellmer aus Pöcking am Starnberger See recht bekannt, tritt er doch gerne und oft in Talkshows auf - was seinem Devotionalienhandel sicherlich nicht abträglich ist.
Auch er lehnte eine Untersuchung in deiner Universitätsklinik bisher ab.

Viele Ärzte sprechen bei Stigmatisierungen von psychogenen, also seelisch hervorgerufenen Zuständen. Weder in Hypnose, noch durch Autosuggestion sei es bisher gelungen, die mitunter tief greifenden Veränderungen des Gewebes und die starken Blutungen von stigmatischen Wunden hervorzurufen, die - wie bei Pater Pio - nicht eitern und oft jeder Behandlung trotzen.

Verwundernswert an den Stigmatisierungen ist, dass sie keinesfalls historisch richtig sind, sondern eher den falschen Darstellungen von Jesus am Kreuz entsprechen. Hier werden die Nägel meist durch die Handflächen getrieben, was aber physikalisch wenig sinnvoll ist, da sie ausreißen würden, denn sie können das Körpergewicht nicht tragen. Daher schlugen die Römer einst die Nägel durch die Handwurzelknochen oder das Ende der Unterarme.

Dies könnte man als Hinweis sehen, dass entsprechend stigmatisierte Menschen ihre Gedanken unbewusst derart verdichten, dass sie körperliche Symptome aufweisen.
Dass sie hierbei ein symbolisches Abbild "ihres" am Kreuz gestorbenen Christus auszeigen, mag für ihren starken Glauben sprechen. Doch -mit Verlaub- würde Christus es vermutlich für weiser erachten, es seinen Wundern und seinem altruistischen Leben gleich zu tun, als ihn am Kreuze hängend zu glorifizieren und anzubeten - zumal er dort nicht ewig hing, wie wir alle wissen.


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