| Bärbel Mohr ist tot | ![]() | ![]() | ![]() |
| Die Autorin von "Bestellungen beim Universum", Bärbel Mohr, ist am 29. Oktober im Alter von 46. Jahren an Krebs gestorben. An dieser Stelle herzliches Beileid an ihren Ehemann und die beiden hinterbliebenen Kinder. Die folgenden Gedanken nehmen nur den Tod von Frau Mohr als Anlass, über einen Trend Resümee zu ziehen - weniger beziehen sie sich postum auf Frau Mohr, die mit ihrer Krankheit sicherlich keinen einfachen Übergang in die feingeistigeren Welten hatte. Auch die trauernden Hinterbliebenen bedenken wir mit Repekt. Wenn nun eine Bestsellerautorin mehrere Bücher zum Thema 'Wünsche dich reich, gesund und glücklich' in jungen Jahren an Krebs stirbt - was bedeutet dies? Es ist eine Binsenweisheit, dass meist nur die Autoren von 'werde schnell und einfach reich' selbst die größten Nutznießer ihrer Programme sind. Ebenso, dass sich mit der Angst und Leid der Menschen hervorragend Geld verdienen lässt. Nicht nur die Werbung spielt mit Wünschen und Bedürfnissen, auch die popesoterische Szene weiß dies nutz- und gewinnbringend zu nutzen. Sollte der Tod von Frau Mohr nicht ein Mahnmal sein, endlich mit überzogenen Versprechungen einzuhalten? Sollten sich die Trendsetter und Nutznießer von Seichtheit und Einfachheit nicht besinnen, dass nichts im Leben einfach ist und wir genau deswegen hier auf Erden sind, eben um etwas zu lernen? Jeder weltliche Beruf verlangt eine Lehre oder ein Studium aus der einfachen Notwendigkeit heraus, dass es Grundlagen und Praxis gibt, die man beachten und kennen sollte. Sicherlich kann jeder Mensch ein Skalpell in den Händen halten - doch bei einer Blinddarmentzündung sollte es doch schon der Doktor sein, besser noch der Professor. Warum wird dieses Kriterium nicht in der Esoterik verwendet? Bis vor 30, 40 Jahren war Esoterik nicht grundlos der Hermetik untergeordnet und jedweder Schulungsweg dauerte Jahre bis Jahrzehnte.Die Gesetzmäßigkeiten der Hermetik haben in der dualen Welt immer ihre Berechtigung. Bei ihrer wirklichen Erfahrung (also nicht durch das Anlesen von Theorie) gibt es keine Abkürzung oder einen schnelleren Weg. Es bleibt jeden selbst überlassen, ob er durch den frühen Krebstod einer Bestsellerautorin zum Nach- und Umdenken angeregt wird. Die popesoterischen Trendmacher leben davon, Katzengold als echtes Gold zu verkaufen und Ihre Konsumenten so lange zu blenden, bis diese echtes Gold nicht mehr erkennen. (Eigenartige Parallele zur Nahrungmittelindustrie, die mit ihren Zusatzstoffen natürliche Zutaten langweilig schmecken läßt.)
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Esoterik